Solarstrom auf deutschen Straßen: Elektro-LKW von Lidl

Die Supermarktkette Lidl hat seit September 2014 eine umweltschonende Neuheit im Fuhrpark: ein Elektro-LKW der Schweizer Firma E-Force One Ag. Um die benötigte Energie für das Kühlaggregat des Lastwagens zu liefern, wurde eine PV-Anlage auf dem Dach für zusätzlichen Strom installiert. Lidl ist somit Vorreiter in Deutschland und verringert mit dieser Investition deutlich die CO2-Bilanz des Unternehmens.
Elektro LKW

Leistungsdaten des Elektro-LKW

Das umgebaute Iveco-Modell der Firma E-Force One erreicht mit seinen 408 PS eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 87 km/h. Im Vergleich zu einem normalen 18-Tonner mit Dieselmotor ist der E-Truck in Sachen Energieverbrauch unschlagbar! Im Stadtverkehr benötigt der Laster zwischen 60 und 90 kWh Strom pro 100 km. Dies entspricht sechs bis neun Liter Dieselkraftstoff. Auf der Autobahn steigt der Verbrauch auf 80 bis 110 kWh. Somit liegt der Energieverbrauch des E-LKWs von Lidl durchschnittlich zwei Drittel unter dem eines herkömmlichen Transporters der gleichen Größe. Die CO2-Bilanz des E-LKWs beläuft sich somit auf vorbildliche 10 kg pro 100 km. Die CO2-Bilanz eines Diesel-LKWs liegt dagegen bei 90 kg pro 100 km.

Was die Geräuschbelastung des E-LKW angeht, erreicht dieser Truck ohne Probleme die sogenannte PIEK-Norm. Die für die Zertifizierung vorgeschriebenen dB(A) Obergrenzen für die Lärmbelastung durch Nutzfahrzeuge von < 60 dB(A) sind für den Lidl-E-Truck kein Thema.

Zwei Batterien sorgen für die Energie im E-LKW

Die leistungsstarken Batterien des Lastkraftwagens ermöglichen eine Reichweite von circa 350 km pro Batterieladung. Die beiden zu 100 % recyclebaren Batterien des Lasters haben eine Ladezeit von nur sechs Stunden und werden immer im Laufe der nächtlichen Standzeiten des E-LKWs aufgeladen. Laut Lidl handelt es sich um Strom aus nachhaltiger Produktion – also um Wind-, Wasser- oder Solarenergie.

Leistungsunterstützung durch Sonnenenergie

Um für die Aufrechterhaltung der Kühlkette für Lebensmittel zu sorgen, benötigt auch der E-LKW von Lidl eine eigene Kühlvorrichtung. Um diesen zusätzlichen Leistungsbedarf abzudecken, werden die beiden Batterien des Lasters durch eine speziell angefertigte Photovoltaikanlage unterstützt. Auf dem Dach des Laderaums befinden sich zwei Reihen aufklebbare Folien-Solarpaneele, die eine Gesamtleistung von rund 3.000 Watt erzeugen können. Die Solarmodule waren von der Fertigung her eine Herausforderung, da sie als Aufbau die Eigenhöhe des Lasters nur sehr geringfügig beeinflussen dürfen. Die eigens von der sächsischen Firma „Novo“ für den E-Laster entwickelten Solarmodule sind weniger als vier Zentimeter hoch, wetterbeständig und extrem belastbar.

Quelle: Lidl

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